Grabpflegekosten

Grabpflegekosten

 

Wenn es keine Angehörige mehr gibt, welche das Grab der Verstorbenen pflegen können, oder sich die Angehörigen nicht für ihre Verstorbenen interessieren beziehungsweise keine gute Beziehung zu Lebzeiten unterhalten hatten, so kann eine Grabpflege sinnvoll sein, damit die letzte Ruhestätte des verstorbenen Menschen würdevoll aussieht. Grundsätzlich sind die Angehörigen für die Kosten der Beerdigung und die Grabpflege im Rahmen des Totenführsorgerechts verantwortlich. Wenn die Angehörigen dies finanziell nicht bezahlen können, so wird das Sozialamt die Kosten anteilig oder voll übernehmen. Auch für den Fall, dass Angehörige weit von der letzten Ruhestätte der Verstorbenen entfernt wohnen, bietet sich eine professionelle Grabpflege an. Dabei ist zu beachten, dass der Umfang und die Aufgaben des Grabpflegers stark variieren und somit auch die Kosten beeinflussbar sind. Als erster Punkt ist die Größe der Grabstätte ausschlaggebend. Je größer das Grab, desto teurer wird die Grabpflege. Ein Urnengrab braucht weniger Platz als ein herkömmliches Grab für einen Sarg, was somit die Folgekosten bei einer Feuerbestattung reduziert. Weiterhin muss der Pflegeaufwand besprochen werden. So kann die Bepflanzung entsprechend den Jahreszeiten unterjährig geändert werden und zu bestimmten Anlässen eine Dekoration seitens der Grabpfleger erfolgen. Weiterhin können diese Schäden am Grab durch Unwetter oder Einsenkschäden beseitigen. Die unterjährige Bepflanzung wird meistens im Vierteljahresrhythmus erneuert. Düngen und Abdecken des Grabes im Winter und Gestecke zu Geburts- oder Gedenktage sind üblich. Weiterhin wird das Grab regelmäßig gegossen und gesäubert. Eine Urnengrabstelle kann mit ungefähr EUR 300,00 im Jahr gepflegt werden.

 

Für die Finanzierung kann ein Vorsorgevertrag für die Dauergrabpflege abgeschlossen werden. Dabei wird ein Treuhandkonto für die Finanzierung eröffnet. Die Treuhandstelle für Dauergrabpflege gewährleistet die Ausführung der Grabpflege nach dem Tod des Verstorbenen. Wenn der Verstorbene im Voraus einen Vorsorgevertrag abschließt, kann dieser seine Angehörigen finanziell entlasten.

 

Eine Dauergrabpflege wird für eine Mindestlaufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Die maximale Laufzeit entspricht üblicherweise der Dauer der auf dem jeweiligen Friedhof geltenden Grabnutzungsrechte. Diese sind zwischen 15 und 25 Jahren. Bei einer Jahresgrabpflege werden Grabpflegearbeiten durchgeführt, welche im Laufe eines Jahres anfallen. Diese werden jährlich abgerechnet. Bei einer Dauergrabpflege hingegen wird die gesamte Vertragssumme bereits zu Vertragsbeginn gezahlt. Somit muss gemäß den individuellen finanziellen Ressourcen entsprechend der Vertrag gewählt werden, welcher finanzierbar ist.

 

Weiterhin kommt zur Grabdekoration ein Grabstein hinzu. Dieser dient zur Erinnerung an den verstorbenen Familienangehörigen. Grabsteine gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Es werden polierte Steine, Steine in Kreuzform oder sogar Natursteine angeboten. Diese werden mit dem Namen, Geburtsdatum und Sterbedatum versehen. Weiterhin kann ein Bild des Verstorbenen, ein persönlicher Spruch, akademische Grade oder Berufsbezeichnungen hinzu gefügt werden. Hierbei sind die Regelungen aus der Satzung des Friedhofs maßgebend. Als Material wird meistens Granit oder Marmor verwendet. Polierte Grabsteine haben den Vorteil, dass sich Algen und Moos nicht so schnell ansiedeln wie bei Natursteinen. Maßgebend für den Preis ist die Größe des Steins. Weiterhin wirkt sich der Umfang der Beschriftung auf den Preis aus. Einmalige Kosten entstehen auch für die Lieferung und Aufstellung des Steins. Falls es sich um ein anonymes Grab handelt, kann keine Gedenktafel oder Grabstein gesetzt werden. Als weitere Dekoration ist es auch möglich, Figuren wie beispielsweise Engel aufzustellen.

 

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