Kosten Beerdigung, Erbschein, Notar und Testament

Kosten Beerdigung, Erbschein, Notar und Testament

 

Die Kosten für Notare, beispielsweise zur Erstellung eines Testaments, sind gesetzlich festgeschrieben. Dabei handelt es sich um Gebühren und Auslagen. Das Gerichts- und Notarkostengesetz stellt ein besonderes soziales Gebührensystem auf, das jedermann den Zugang zu einer notariellen Amtstätigkeit ermöglicht. Nach § 17 I S. 1 der Bundesnotarordnung ist der Notar verpflichtet, für seine Tätigkeit die gesetzlich vorgeschriebene Gebühr zu erheben. Dabei darf der Notar nicht mehr oder weniger nehmen. Das Gebührensystem des Gerichts- und Notarkostengesetz führt dazu, dass ein Notar viele Amtstätigkeiten ausführt, ohne dass ihm eine kostendeckende Gebühr zufließt. Damit kann sichergestellt werden, dass jedermann eine notarielle Beratung und Vertragsgestaltung in Anspruch nehmen kann, ohne auf seine Einkommensverhältnisse und Vermögen achten zu müssen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Beratung, welche ein Notar erbringt, einschließlich der Entwurfstätigkeit des Vertrages oder anderer Dokumente in der Beurkungsgebühr enthalten sind. Dies ist unabhängig von der Schwierigkeit, des Aufwandes oder der Anzahl der Besprechungstermine. Dabei ist noch zu erwähnen, dass das Gerichts- und Notarkostengesetz noch sehr jung ist. Dieses gilt erst ab dem 1. August 2013. Beurkungsaufträge, welche vor diesem Zeitpunkt erteilt wurden, werden noch nach der Kostenordnung abgerechnet. Weiterhin ist es wichtig zu wissen, dass es der Bevölkerung frei steht, den Notar zu wählen. In einigen Bundesländern werden Notare mit einer hauptberuflichen Amtsausübung, Anwaltsnotare und Notare im Dienst des Landes unterschieden. Dabei sind die Anwaltsnotare und Notare mit einer hauptberuflichen Amtsausübung Freiberufler. Notare, welche im Dienst des Landes stehen, sind staatliche Notare.

 

Beim Erbschein ist es wichtig zu wissen, dass dieser vom Nachlassgericht auf Antrag ausgestellt wird. Dieser bescheinigt die Erbenstellung und benennt den Erben im Dokument. Einer Erbengemeinschaft kann ein gemeinschaftlicher oder für jedes Mitglied ein einzelner Erbschein erteilt werden. Dabei wird im Erbschein festgehalten, ob eine eingeschränkte Verfügungsbefugnis des Erben gegeben ist. Wenn ein Erbschein benötigt wird, dann fallen Kosten an. Diese sind abhängig von der Höhe des Nachlasses. Der Erblasser kann seinen Angehören helfen, diese Kosten zu vermeiden. Für die Umschreibung von Grundbüchern braucht kein Erbschein vorgelegt werden. Dafür reicht das öffentliche Testament oder ein notarieller Erbvertrag. Weiterhin wird als Ersatz das gerichtliche Testamentseröffnungsprotokoll benötigt.

 

Die Beerdigungskosten sind abhängig von den Details, welche bei einem Begräbnis vereinbart werden. Diese sind im Detail mit dem Bestatter abzusprechen. Im Durchschnitt kostet eine einfache Beerdigung zwischen EUR 2.000,00 und EUR 3.000,00. Weiterhin sind Gebühren für die Sterbeurkunde, eventuelle ärztliche Gutachten, Überführungskosten, Kosten für die Todesanzeige und laufende Kosten für die Grabstätte zu kalkulieren. Es ist festzuhalten, dass eine Urnenbestattung kostengünstiger ist als eine Erdbestattung. Die Kosten für die Grabstätte variieren auch stark. So können Saisonbepflanzung und Blumenschmuck für Ehrentage des Verstorbenen durchaus zusätzliche Kosten verursachen.

 

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