Patientenverfügung

Patientenverfügung

 

Ein Mensch kann auf verschiedene Weisen und relativ schnell spontan seine Einwilligungsfähigkeit verlieren. Damit einhergehend verliert die Person seine Geschäftsfähigkeit und kann keine Entscheidungen bezüglich seiner eigenen Person treffen. Neben einem Testament, welches die Vermögenssituation nach dem Tod regelt, sollte sich jeder Mensch Gedanken machen, Regelungen zu treffen, welche greifen, wenn der Mensch seine Einwilligungsfähigkeit verloren hat und beispielsweise einen komatösen Zustand erlangt hat. Dies kann aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls passieren. Der Mensch wäre ohne eine Patientenverfügung bei medizinischen Behandlungen anderen Menschen hilflos ausgeliefert und kann nicht entscheiden, welche Behandlungen durchgeführt werden sollen und welche nicht. Die Ärzte sind bei fehlender Patientenverfügung verpflichtet, alle Maßnahmen zu ergreifen, um das Leben des Patienten zu erhalten. Das schließt künstliche Beatmung und künstliche Ernährung, auch über längere Zeiträume, ein. Da es für viele Menschen ein Horror-Szenario ist, als ein unmündiger Pflegefall im Krankenhaus zu liegen, sollten entsprechende Regelungen in einer Patientenverfügung getroffen werden. Dabei kann auch eine weitere Person des Vertrauens bevollmächtigt werden, damit diese Entscheidungen im Sinne des Patienten trifft. In der Patientenverfügung kann auch eine Generalvollmacht integriert werden, dass die bevollmächtigte Person auch die Vermögensvorsorge übernehmen darf. Es kann ferner geregelt werden, dass diese gleichzeitig im Falle des Todes zum Testamentsvollstrecker oder Nachlassverwalter wird. Weiterhin kann aufgenommen werden, wo das Testament zu finden ist, und durch wen der Nachlass abzuwickeln ist. Es kann also als Empfehlung festgehalten werden, dass gleichzeitig bei Erstellung der letztwilligen Verfügung von Todes wegen eine Patientenverfügung erstellt wird. Mit einer Patientenverfügung kann eine gute Vorsorge erzielt werden, weil bereits im Vorfeld verhindert wird, dass man dem Willen der Ärzte oder seinen Verwandten im Falle des Falles hilflos ausgeliefert ist. Bei einer Patientenverfügung handelt es sich um eine spezielle Willenserklärung, die den späteren Fall abdeckt, dass der Patient keine Einwilligung mehr zu etwaigen medizinischen Behandlung geben kann. Bei einer Patientenverfügung können bestimmte Behandlungsformen, wie zum Beispiel die Dialyse, künstliche Beatmung oder die künstliche Ernährung, ausgeschlossen werden. Auf diese Art und Weise kann man sichergehen, dass man keiner ungewollten Behandlung ausgeliefert ist, denn eine Patientenverfügung ist juristisch verbindlich. Der Arzt hat konkrete Anweisungen und kennt den Willen seines Patienten, obwohl der Patient seinen Willen nicht äußern kann. Weiterhin kann sichergestellt werden, dass Behandlungen nur durchgeführt werden, welche den Überzeugungen des Patienten entsprechen. Damit ist eine Patientenverfügung also ein adäquates Mittel, um sicherzustellen, dass man auch in Ausnahmesituationen selbstbestimmt leben kann. Weiterhin kann man mithilfe einer Patientenverfügung ebenfalls seine Einwilligung in bestimmte Behandlungsverfahren geben und somit nicht nur eine Ablehnung explizit erklären. Diese ist auch in regelmäßigen Abständen auf Aktualität zu überprüfen, da sich die persönlichen Überzeugungen auch ändern können.

 

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