Schenkung Haus

Schenkung Haus

 

Neben Geld und Wertpapieren können auch Immobilien verschenkt werden. Auch hier gibt es den persönlichen Freibetrag in Höhe von 400.000 Euro für das Kind. Jedoch sollte, wenn die Immobilie durch die Eltern eigengenutzt ist, eine Schenkung gut überdacht werden. Die schenkenden Eltern verlieren wertvolle Rechte an der Immobilie. Weiterhin ist eine Schenkung von einer Immobilie immer mit sehr viel Aufwand und Kosten verbunden. Es kommt nicht selten vor, dass die neuen Eigentümer das geschenkte Haus gegen den Willen der ehemaligen Eigentümer verkaufen. Das ist nämlich das gute Recht des neuen Hauseigentümers. Somit sind durchaus berechtigte Risiken bei einer Schenkung von Immobilien vorhanden, welche es abzusichern gilt. Dieses kann zum einen mit dem Nießbrauchrecht gemacht werden. Der Schenkende behält viele wichtige Rechte, wenn dieser sich in der Abteilung II des Grundbuches ein Nießbrauchrecht eintragen lässt. Dabei ist darauf zu achten, dass es sich um ein lebenslanges Nießbrauchrecht handelt. So kann sich der Schenkende ein lebenslanges Wohnrecht eintragen lassen. Weiterhin kann sich der ehemalige Eigentümer die Option eintragen lassen, das Haus zu vermieten und die Erträge zu erhalten. Das Nießbrauchrecht kann hier sehr umfangreich ausgestaltet werden. So kann sich dieses auch auf den Garten erstrecken. Sämtliche Früchte des Gartens können dem ehemaligen Eigentümer zugesprochen werden, wenn dieses als Nießbrauch vereinbart worden ist. Das reine Wohnungsrecht ist nicht so umfangreich wie das Nießbrauchrecht. Beim Wohnungsrecht behält der ehemalige Eigentümer lediglich das Nutzungsrecht des Wohnens. Dieses Recht ist dann interessant, wenn es sich um ein Mehrfamilienhaus handelt. So kann der ehemalige Eigentümer eine Wohnung bewohnen und die anderen Wohnungen können vom neuen Eigentümer vermietet oder verkauft werden. Weiterhin ist auch bei Immobilien zu beachten, dass der Steuerfreibetrag nur alle 10 Jahre zur Verfügung steht. Eine Immobilie mit einem Verkehrswert größer 400.000 Euro kann auch in mehreren Etappen an das Kind verschenkt werden. Es kann ebenfalls als sinnvoll angesehen werden, wenn eine Anrechnung auf den Pflichtteil bei der Schenkung der Immobilie durchgeführt wird. Wenn mehrere Kinder vorhanden sind, aber nur ein Kind die Immobilie erhalten soll, so ist es wichtig zu wissen, dass die anderen Kinder eine Ausgleichszahlung erhalten müssen. Die Ausgleichszahlung kann auch nach dem Tod des Schenkenden vollzogen werden. Es ist auch zu beachten, dass wenn der Schenkende vor Ablauf von 10 Jahren verstirbt, wieder eine Erbschafts- und Schenkungssteuerpflicht entsteht, wenn zu der Immobilie mit einem Verkehrswert von 400.000 Euro noch weiteres Vermögen dazukommt. Es ist also darauf zu achten, dass das Kind auch eine potentielle Erbschafts- und Schenkungssteuer bezahlen kann und nicht auf einen Notverkauf der Immobilie angewiesen ist, nur um der Steuerpflicht nachkommen zu können.

 

Mehr Informationen rund ums Testament finden sie hier auf den folgenden Seiten