Sterbeurkunde

Sterbeurkunde

 

Wenn ein Todesfall in der Familie eintritt, kommen viele Aufgaben auf die Hinterbliebenen zu. Zum einen muss die Beisetzung, Wohnungs- oder Hausauflösung oder erbrechtliche Angelegenheiten organisiert werden. Zu den ersten Aufgaben der Angehörigen gehört es, die Sterbeurkunde beim Standesamt zu beantragen. Dieses amtliche Dokument gilt als Nachweis des Todes der betreffenden Person. Wenn es um die Beisetzung oder anderer Angelegenheiten geht, dann ist die Sterbeurkunde unverzichtbar. Dabei gibt die Sterbeurkunde Auskunft über den Tod der Person und über Ort und Zeitpunkt des Versterbens. Zu den wichtigen Angaben gehört der vollständige Name des Verstorbenen. Weiterhin muss die Geburt mit Ort und Zeitpunkt erwähnt werden. Familienstand und der letzte Wohnsitz sind ebenfalls vermerkt. Die Sterbeurkunde wird ebenfalls darüber Auskunft geben, welcher Religionsgemeinschaft der Verstorbene angehörte. Diese Angaben beruhen auf dem Inhalt des Personenstandbuches, welches beim Standesamt geführt wird. Für die Beantragung der Sterbeurkunde müssen in der Regel auch die Geburtsurkunde und weitere Personenstandsurkunden vorgelegt werden. Da die Sterbeurkunde ausschließlich vom Standesamt ausgestellt wird, verfügt diese über eine hohe Anerkennung und wird vielen offiziellen Stellen als Nachweis des Todes der betreffenden Person verlangt. Wenn beispielsweise ein Erbschein beim Nachlassgericht beantragt wird oder ein Rentenantrag beim Versicherungsträger eingereicht wird, so muss die Sterbeurkunde unbedingt vorgelegt werden. Auch beim zuständigen Bestattungsunternehmen muss die Sterbeurkunde vorgelegt werden. Dem Vermieter der Wohnung des Verstorbenen muss die Sterbeurkunde ebenfalls vorgelegt werden, wenn die Wohnung gekündigt werden soll. Für die Ausstellung der Sterbeurkunde ist das Standesamt zuständig, in dessen Bezirk die betreffende Person verstorben ist. Der überlebende Ehegatte, eingetragene Lebenspartner, die Kinder, Enkel, Urenkel, Eltern, Großeltern oder andere Abkömmlinge oder Vorfahren des Verstorbenen können bei dem jeweils zuständigen Standesamt die Ausstellung einer Sterbeurkunde beantragen. Weiterhin können weitere Personen, welche ein rechtliches Interesse belegen können, den Antrag auf Ausstellung einer Sterbeurkunde stellen. In der Praxis kommt es vor, dass die Bestattungsinstitute, welche für die Beerdigung zuständig sind, die Ausstellung der Sterbeurkunde vom zuständigen Standesamt verlangen. Dies tun sie für die Angehörigen stellvertretend. Mit dieser Serviceleistung sollen die Angehörigen entlastet werden. Es wird empfohlen, sich die Sterbeurkunde gleich in mehrfacher Ausfertigung ausstellen zu lassen. Für die Ausstellung muss der Antragsteller seine Verwandtschaft mit dem Verstorbenen oder sein rechtliches Interesse belegen. Der überlebende Ehegatte oder eingetragene Lebenspartner müssen einen Nachweis über die Ehe oder eingetragene Lebenspartnerschaft vorlegen. Weiterhin sollte der Personalausweis oder Reisepass des Verstorbenen vorgelegt werden. Für die Ausstellung einer Sterbeurkunde nehmen die Standesämter eine Gebühr. Die Kosten werden dabei von jeder Kommune individuell bestimmt und variieren somit von Standesamt zu Standesamt. Wenn ausländisches Vermögen vorhanden ist, insbesondere in der Europäischen Union, so kann es hilfreich sein, sich eine internationale Sterbeurkunde ausstellen zu lassen, welche sich problemlos in der Europäischen Union einsetzen lässt.

 

Mehr Informationen rund ums Testament finden sie hier auf den folgenden Seiten