Testament Formulierung

Testament Formulierung

 

Bei der Formulierung eines Testaments ist bezüglich der richtigen Formulierung einiges zu beachten. Bei Formulierung kommt es nicht zu Interpretationsfehlern und man spart seinen Angehörigen viel Ärger. Sinnvollerweise fängt man relativ früh an, sich mit seiner Nachlassplanung mit Hilfe eines Testaments oder Erbvertrages auseinanderzusetzen. Die Formulierung des Testaments oder Erbvertrages ist besonders wichtig, weil der Erblasser die Testamentseröffnung und den eigenen Erbfall nicht mehr miterlebt. Somit kann sich der Erblasser bei Interpretationsschwierigkeiten im Nachhinein nicht mehr äußern. Da viele zukünftigen Erblasser nicht über die erforderlichen juristischen Kenntnisse verfügen, sollten Fachkenntnisse eines Anwalts oder Notars hinzugezogen werden. Einem Notar oder Rechtsanwalt gegenüber kann der Erblasser seine Vorstellungen äußern und der Notar oder Rechtsanwalt formuliert diese in der letztwilligen Verfügung von Todes wegen. Weiterhin besteht der Vorteil, dass der Anwalt oder Notar den zukünftigen Erblasser über die Feinheiten, Besonderheiten und aktuellen Änderungen des deutschen Erbrechts und des EU Erbrechts informiert. Damit werden Missverständnisse und schwerwiegende Fehler im Testament vermieden. Ein Testament wird natürlich immer im Sinne des Verfassers ausgelegt. So kann der Verfasser davon ausgehen, dass sein mutmaßlicher Wille bei der Interpretation berücksichtigt wird. Jedoch gibt es bei der Testamentserstellung missverständliche Ausdrücke, welche nach Möglichkeit vermieden werden sollten. Weiterhin sollte sichergestellt werden, dass das Testament nicht wegen Sittenwidrigkeit durch das deutsche Gesetz für null und nichtig erklärt wird. Es handelt sich bei der Formulierung eines Testaments um eine höchst komplexe Angelegenheit, welche normalerweise die Unterstützung von erfahrenen Experten bedarf. Daher ist es ratsam, sich das Testament durch einen Rechtsanwalt formulieren zu lassen. Zumindest sollte das Testament durch einen Rechtsanwalt überprüft werden. Wenn zum Beispiel eine Geliebte in einem Testament bedacht werden soll, so muss eine sehr sorgsame Formulierung gewählt werden, da ansonsten das Testament für null und nichtig erklärt werden kann. Dieses kleine Beispiel zeigt auf, wie schwierig die Formulierung sein kann, und dass aufgrund der Komplexität auf sehr viele Details geachtet werden muss. Weiterhin muss genau differenziert werden zwischen Vor- und Nacherben und Schlusserbschaft. Die Begrifflichkeiten müssen immer im richtigen Kontext gewählt werden. Passiert das nicht, kann es zu schwierigen Problemen bei der Interpretation kommen. Auch bei der Enterbung muss eine eindeutige unmissverständliche Formulierung gewählt werden. Beispielsweise kann dies mit dem Satz „Vorname Nachname schließe ich als gesetzlichen Erben aus.“ formuliert werden. Jedoch muss darauf geachtet werden, dass ein gesetzlich vorgesehener Erbe einen Anspruch auf den ihm zustehenden Pflichtteil hat. Wenn die Enterbung auch auf die Abkömmlinge ausgedehnt werden soll, so muss dies gesondert formuliert werden. Da reicht es nicht aus, einfach nur eine Person vom gesetzlichen Erbe auszuschließen. Beispielsweise kann dies mit dem Satz „Der Ausschluss von der Erbfolge erstreckt sich auch auf die Abkömmlinge.“ erfolgen. Es ist immer so einfach und klar wie möglich zu formulieren.

 

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