Testament Gebühren

Testament Gebühren

 

Da das vom Notar erstellte Testament zu bevorzugen ist, fallen hierbei natürlich Gebühren an. Die letztwillige Verfügung von Todes wegen sollte deshalb vom Notar erstellt werden, weil dieser die juristische Sachkenntnis besitzt, auf Änderungen im Erbrecht hinweisen kann, bei der sauberen Formulierung helfen kann und dieser in jedem Fall sicherstellen kann, dass das Testament nicht für null und nichtig erklärt werden kann. Der Notar wird nicht nur professionellen Rat bezüglich der Erbeinsetzung, Vermächtnissen und Teilungsanordnungen geben, er fertigt auch den Entwurf einer letztwilligen Verfügung an. Weiterhin wird der Notar eine öffentliche Urkunde errichten. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist, dass das Testament beim Notar verwahrt wird. Somit wird dieses rechtzeitig nach Tod des Erblassers eröffnet und kann nicht verloren gehen. Ferner kann dieses nicht von den Erben unbemerkt entfernt und vernichtet werden. Das passiert nämlich dann gerne, wenn sich die Erben im Testament benachteiligt sehen und bei der gesetzlichen Erbfolge besser gestellt sein würden. Das Testament wird beim zentralen Testamentsregister der Bundesnotarkammer hinterlegt. Weiterhin kann ein notariell erstelltes Testament einen erforderlichen Erbschein ersetzen. Der Erbschein wird in der Regel mehr kosten als Beratung, Entwurf und Beurkundung des Testaments durch einen Notar. Wenn ein Erbvertrag als letztwillige Verfügung von Todes wegen gewählt wird, so ist immer der Gang zum Notar erforderlich. Ohne eine notarielle Beurkundung ist ein Erbvertrag null und nichtig. Bei der Gebührenberechnung kann festgehalten werden, dass sich die Gebühren am Reinvermögen des Testierenden orientieren. Von den vorhandenen Vermögensgegenständen sind die darauf entfallenden Verbindlichkeiten abzuziehen. Es zählt also das Reinvermögen. Die Schulden können aber maximal bis zur Hälfte des Wertes des Aktivvermögens abgezogen werden. Die Beurkundungsgebühr umfasst die komplette Leistung des Notars. Darunter fallen die rechtliche Beratung, Entwurfsfertigung und Beurkundung. Für eine Beurkundung eines Einzeltestaments erhält der Notar bei einem Reinvermögen von beispielsweise 50.000 Euro eine Gebühr nach KV 21200 GNotKG in Höhe von 165 Euro. Wenn ein gemeinschaftliches Testament oder ein Erbvertrag erstellt wird, fällt bei einem Reinvermögen von 90.000 Euro eine doppelte Gebühr nach KV 21100 GNotKG in Höhe von 492 Euro an. Für Schreibauslagen kann festgehalten werden, dass ungefähr 0,15 Euro pro Seite anfallen. Hierbei handelt es sich um eine Dokumentenpauschale. Die Auslagen sind ungefähr mit 3 Euro zu bemessen. Weiterhin kommen Auslagen wie Telefonkosten und Porto in Höhe von 15 Euro für die Registrierung im zentralen Testamentsregister hinzu. Abschließend ist eine Umsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent zu zahlen. Würde der Erblasser ein privatschriftliches Testament errichten, würde er auf die Vorteile einer Beratung und die rechtssichere Formulierung und eine höhere Beweiskraft verzichten. Bei einem Nachlassvermögen von 50.000 Euro fallen zwei Gebühren von 165 Euro für die Beantragung und Erteilung eines Erbscheins an, welche das notarielle Testament ersetzen kann.

 

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