Testamentsänderung

Testamentsänderung

 

Im Lauf des Lebens kommt es vor, dass getroffene Entscheidungen in einem Testament revidiert werden müssen. Hierbei ist Sachkenntnis erforderlich, um ein Testament wirkungsvoll ändern zu können. Je nach Form ist es mehr oder weniger aufwendig, ein Testament im Nachhinein zu ändern. Wenn ein handschriftliches Testament erstellt worden ist, so kann die Änderung selber vom Verfasser handschriftlich vorgenommen werden. Dafür kann der Verfasser unterschiedlich vorgehen. So kann der Verfasser Änderungen einfügen und Streichungen vornehmen. Aber es gilt, dass der Verfasser die eingefügten Änderungen und Streichungen immer mit Datum und Unterschrift bestätigen muss. Nur so kann eine rechtmäßige Änderung auf dem Testament dokumentiert werden. Weiterhin kann der Verfasser ein komplett neues Testament mit Datum und Unterschrift handschriftlich verfassen. Durch die Erstellung eines neuen Testaments kann ein altes widerrufen werden. Das Datum ist hilfreich, weil immer das Testament gültig sein wird, welches jünger ist. Das alte Testament sollte zur Sicherheit vernichtet werden. So ist es eindeutig. Wenn beide Testamente aufgehoben werden, so kann im neuen Testament auch das frühere Testament mit einer entsprechenden Formulierung widerrufen werden. Wenn ein notarielles Testament erstellt worden ist, so ist eine Änderung komplizierter. Das notarielle Testament wurde vom Notar beglaubigt und dem Amtsgericht zur Verwahrung übergeben. Um eine Änderung vorzunehmen, muss das Testament aus der amtlichen Verwahrung zurückverlangt werden. Wenn es ausgehändigt wurde, so ist es streng genommen nicht mehr gültig und widerrufen. Die erfolge Änderung auf dem Testament muss dann wieder vom Notar beglaubigt werden. Bei einem gemeinschaftlichen Testament ist eine Änderung am schwierigsten. Denn bei einem gemeinschaftlichen Testament wurde dieses von beiden Ehegatten gemeinsam verfasst. Wenn das gemeinschaftliche Testament handschriftlich verfasst wurde und sich beide Ehegatten über die Testamentsänderung einig sind, können sie diese vornehmen und die Änderungen oder Streichungen mit Datum und Unterschrift bestätigen. Weiterhin können sie ein neues gemeinschaftliches Testament erstellen und das alte gemeinschaftliche Testament vernichten. Es ist zu beachten, dass Änderungen, welche wechselbezügliche Vereinbarungen betreffen nur vorgenommen werden können, wenn beide Partner dem zustimmen. Das liegt daran, dass beide Partner wechselseitig von einer Änderung betroffen sind. Wenn es vorkommen sollte, dass nur ein Ehegatte eine Testamentsänderung vornehmen möchte, muss er dem Ehegatten eine notarielle Beurkundung seiner Änderungswünsche zukommen lassen. Es ist ferner wichtig zu wissen, dass eine Änderung des gemeinschaftlichen Testaments nach dem Tod eines Ehegatten nicht mehr möglich ist. Eine Änderung des gemeinschaftlichen Testaments ist nur dann ausnahmsweise möglich, wenn eine Änderungsklausel im Testament enthalten ist. Diese Änderungsklausel kann dem überlebenden Ehepartner eine Änderung des gemeinschaftlichen Testaments über einen festgelegten Betrag oder Vermögensgegenstand nach dem Tod ermöglichen. In jedem Fall ist eine Änderung in einigen Fällen schwierig durchzuführen. Daher ist juristischer Rat hier besonders wichtig, damit das Vorhaben gelingt.

 

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