Vermögensnachfolge

Vermögensnachfolge

 

Als Vermögen werden sämtliche Vermögensgegenstände bezeichnet, welche sich im Eigentum einer Person befinden. So kann es sich hierbei um Kontoguthaben, Kassenbestände, Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen, Zertifikate, eigengenutzte oder fremdgenutzte Immobilien, geschlossene Beteiligungen in Flugzeugen oder Schiffen, Edelmetalle u.v.m. handeln. Auch der Hausrat einer Person wird zum persönlichen Vermögen gezählt. So hat der große Plasmafernsehr oder der neue iMac durchaus einen etwas höheren Restwert, welcher im Rahmen einer Erbschaft in einer Vermögensaufstellung berücksichtigt werden muss. Auch Autos gehören somit in die persönliche Vermögensaufstellung. Wer eine Autosammlung oder ein Segelboot vererbt, kann unter Umständen auch damit die Freibeträge der Erben ausschöpfen. Gerade wenn viele Vermögenswerte im Laufe der Zeit entstanden sind, müssen diese sauber aufgelistet und eine Vermögensnachfolge geplant werden. Es ist für jede Person ratsam und empfehlenswert, für das persönliche Vermögen vorzusorgen. So kann zum Beispiel ein Teil des Vermögens zu Lebzeiten verschenkt werden. Der Rest des Vermögens wird dann nach dem Tod vererbt. Ob das gesetzliche oder testamentarische Erbrecht zur Anwendung kommt, muss der Erblasser selber entscheiden. Wenn der Erblasser kein Testament oder Erbvertrag erstellt, so wird immer das gesetzliche Erbrecht zur Anwendung kommen. Jedoch muss der Erblasser die genauen Regelungen der gesetzlichen Erbfolge kennen, um prüfen zu können, ob diese Regelungen der Vermögensverteilung auch gewollt sind. Wenn diese nicht gewollt sind, so muss der Erblasser eine gewillkürte Erbfolge durchführen, indem dieser ein Testament oder einen Erbvertrag erstellt. Jedoch müssen auch hierbei verschiedene Dinge bei der Erstellung beachtet werden. Je früher sich der Erblasser mit seinem persönlichen Nachlass beschäftigt, desto sicherer und detaillierter kann die individuelle Nachlassplanung ausfallen. Es muss jedoch erwähnt werden, dass es nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, dass sich der Erblasser mit seiner Vermögensnachfolge beschäftigen muss. Die gesetzliche Erbfolge tritt immer dann in Kraft, wenn der Erblasser keine eigenen Regelungen getroffen hat. Die gesetzliche Erbfolge ist als Gesamtrechtsnachfolge in §§ 1922 und 1924 ff. BGB geregelt. Aus diesen Regelungen kann ein Ordnungssystem abgeleitet werden, welches die Basis für die Rangfolge in der gesetzlichen Erbfolge gesehen wird. Wenn bezüglich der Aufteilung des Vermögens andere Regelungen vereinbart werden sollen, so muss ein Testament oder Erbvertrag erstellt werden. Die Testierfreiheit nach § 1937 BGB sichert dem Erblasser zu, dass dieser in gewissen Grenzen sein Vermögen selbstständig nach seinen eigenen Vorstellungen verteilen kann. Weiterhin sind mögliche Problembereiche innerhalb der Erben bei der persönlichen Vermögensnachfolge zu berücksichtigen. So kann, wenn mehrere Erben vorhanden sind, durchaus Streit entstehen, weil unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Verwendung der Vermögensgegenstände vorliegen. Somit wird dem zukünftigen Erblasser angeraten, auch über die Einsetzung eines Nachlassverwalters nachzudenken. Dieser kann als unabhängige Person die Abwicklung des Nachlasses übernehmen.

 

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